Klarer Sieg und knappe Niederlage gegen Heidelberg

7:4 Sieg und 8:10 Niederlage gegen die Heidelberg Hedgehogs

Nach kurzfristigen Spielerinnen-Ausfällen reiste das Rockets-Damenteam mit einem 12-Frau-Kader nach Heidelberg. 

Gegen Hedgehog-Pitcherin Anne Hiebeler konnten die Rockets gleich im ersten Angriff punkten. Ramona Jobst gelang nach Hit aufs erste Base, stahl das zweite und punktete auf den weiten Schlag von Sina Wirth, der von Heidelbergs Leftfielderin nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Heidelberg hingegen konnte erst im zweiten Inning was Zählbares auf das Scorebord bringen. Während Sina im ersten Inning noch gleich zwei Gengerinnen durch Strike-Out unverrichteter Dinge zurück auf die Bank schickte, hatte sie im zweiten Inning Probleme, mit dem Rubber der Gastgeber zurechtzukommen, und musste zwei Walks abgeben. Diese verwandelte Heidelberg dann sogleich in zwei Punkte und ging 1:2 in Führung. Doch die Rockets holten sich im dritten Inning den Ausgleich durch Katja Jockel, die von Natascha Moore nach Hause geschlagen wurde. In den nächsten drei Innings stand die Defensive der Rockets wie eine Mauer und ließ keinen Punkt der Heidelberger zu. In der Offensive wurde im vierten Inning ein drei-Punkte-Vorsprung ausgearbeitet. Michelle McKenna eröffnete das Hitfeuerwerk im vierten Offensivinning mit einem wunderschönen Double. Anschließende Hits von Katja Jockel, Melly Heger, Ramona Jobst und Sina Wirth verwandelten Baseläuferinnen in insgesamt drei Punkte. Im fünften Inning gelang auf beiden Seiten nichts Produktives. Im sechsen Inning fanden nochmals 2 Punkte ihren Weg aufs Scorevoard, hierbei waren Melly Heger, Ramona Jobst und Stacye Toups die Hautverantwortlichen Schlagfrauen: Zwischenstand: 7:2 für die Gäste. Heidelberg konnte im Nachschlag ebenfalls zwei Punkte einfahren und den Vorsprung verkürzen. Da den Rockets im siebten und letzten Inning trotz zwei Base-Läuferinnen keine Home-Plate-Überquerung gelang, hieß es im letzten Nachschlag der Hedgehogs, den 3-Punkte-Vorsprung zu verteidigen. Die hervorragende Verteidigung, die wie eine Mauer stand, machte nach Three-Up-Three-Down den Sack zu und fuhr den zweiten Sieg der Saison umjubelt ein.

 

Im zweiten Spiel standen sich die US-Importe beider Teams in den Circles gegenüber. Bei Darmstadt erreichten gleich zwei Läuferinnen die Bases (Melanie Heger durch 1B und Sina Wirth durch BB), leider zeigten die folgenden Schlagfrauen zu viel Respekt vor der Pitcherin, sodass keine Punkte aus der Situation resultierten. Heidelberg hingegen profitierte von zwei Walks und einem Double von Vanessa Zühlke und fuhr zwei Punkte ein. Darmstadt konterte im zweiten Inning ebenfalls mit zwei Punkten, begünstigt durch Walks und Passed Balls erliefen Rebekka Schmidt und Nadja Wirth (diese nach einem schönen 1B ins Right Field) die Punkte für Darmstadt. Die solltes es aber für die nächsten Innings gewesen sein. Die Hedgehogs hingegen behielten die Nase vorn und punkteten in jedem Inning. Sie profitierten jedoch sehr von den Problemen, die Stacye Toups mit dem Pitcher-Rubber und den großen Löchern im Circle hatte und die Rockets-Defensive erschwerte ihr Leben obendrein durch Errors. Zwischenstand nach vier Innings: 7:2 für Heidelberg. Erst im fünften Inning erwachte die Offensive der Rockets wieder zum Leben. Single von Meike Gratz, die sich zwei Wild Pitches später auf dem 3. Base wiederfand. Mit zwei Aus erkämpfte Sina Wirth sich einen Walk und stahl das zweite Base. Natascha Moore schlug einen harten Schuss ins Outfield und beförderte Meike nach Hause und Sina ans dritte Base. Sina konnte auf einen weiteren Fehler der Heidleberg-Defensive nach Hause Laufen, Natascha sollte nach einem gestohlenen dritten Base an diesem verhungern. Heidelberg setzte in seinem Nachschlag die Rockets nochmal gehörig unter Druck. Betz (druch Error auf Base gelangt) wurde beim Versuch, die Homeplate nach einem vermeintlichen Passed Ball zu überqueren, Aus gemacht. Otto kam durch Walk auf Base, stahl das zweite. Merkle brachte sich durch Hit auf Base. Höffner konnte ebenfalls das erste Base erreichen. Somit waren die Bases geladen. Die nächste Schlagfrau Lara Panero behielt die Nerven und erarbeitete sich einen Walk und somit einen RBI für ihr Team. Der nächste Pop-Up-Schlag von Betz wurde von Catcherin Jacky Krepper souverän in ein Aus verwandelt. Der folgende Schlag von Zühlke sollte eigentlich das erlösende dritte Aus sein, endete jedoch in einem kapitalen Error. Das Ergebnis waren zwei weitere Punkte und Lara Panero, der Winning Run stand am 3. Base. Es musste was geschehen. Trotz guter Leistung von Toups entschied sich das Trainergespann in dieser angespannten Situation zu einem Pitcherwechsel auch, um der Defensive ein wenig Verschnaufpause zu gönnen. Und dieser Schachzug erwies sich als clever, konnte Sina Wirth das Inning souverän durch Strike Out beenden. Der vorzeitige Spielabbruch war abgewendet, nun sollten in der Offensive nochmal alle Kräfte mobilisiert werden. Nachdem Heidelbergs US-Pitcherin Kristina DeMello sich lautstark und zum wiederholten Male über die Strike-Zone von Head-Ump Raoul Machalet beschwert hatte, entscheid dieser sich dazu, sie nach mehrmaliger von ihr in den Wind geschlagener (Ver)Warnung, vom Platz zu stellen. Für sie übernahm im Circle Vanessa Zühlke, den Rockets ein bisher unbekanntes Gesicht auf dem Pitcher-Hügel. Die Raketen gingen unbeeindruckt von der Juniorinnen-Nationalspielerin an den Schlag und ein Hit-By-Pitch, ein Walk, drei Hits und zwei Punkte später (darunter ein schönes Double von Nadja Wirth), übergab sie den Spiel-Ball an Anne Hiebeler. Doch auch diese musste weitere Hits und Punkte hinnehmen, bevor das dritte Aus gelang. Heidelberg konnte in ihrem Nachschlag zu Null gehalten werden und so gingen die Rockets nach einer grandiosen Aufholjagt  und einem Spielstand von 8:10 erneut an den Schlag. Leider gelang es den Rakten nicht mehr, das Spiel zu wenden. Zwar eröffnete Michelle McKenna das Inning mit einem Single, die nachfolgenden Schlagfrauen waren jedoch leichtes Futter für die Defensive der Hedgehogs und somit ging der Sieg nach 2 1/2 Stunden Spielzeit an Heidelberg.

 

Trotz Split taten die Rockets die Heimreise geknickt an. Der Doppelsieg war greifbar nah und hinterlässt Bitterkeit. Dass die Rockets klar die bessere und dominierende Mannschaft im ersten Spiel waren, beweist ein Blick auf das Score-Sheet: Insgesamt 11 Hits bei einem Error ist die Bilanz des ersten Spiels. Fast alle Spielerinnen haben mindestens einen Hit für ihr Team erzielen können. Und auch im zweiten Spiel waren die Rockets mit insgesamt 9 Hits die offensiv bessere Mannschaft. Leider waren diese Hits  - mal wieder - zu unkonstant über das Spiel verteilt und somit mussten zu viele Läuferinnen auf den Bases zurückgelassen werden. Sieben Fehler in der Defensive zeigen, warum Heidelberg mit nur sechs Hits den Sieg holen konnte.  

 

Für die Rockets spielten: Melanie Heger (DP), Ramona Jobst (CF, RF, PH), Stacye Toups (SS, P), Sina Wirth (P, SS), Natascha Moore (C, CF), Rebekka Schmidt (LF), Michelle McKenna (1B), Jacqueline Krepper (3B, C, PH), Katja Jockel (2B), Meike Gratz (RF), Nadja Wirth (C, 3B), Saskia Steinmetz (PH).