Rocketsdamen mit deutlichen Niederlagen

0:7 und 4:26 gegen Herrenberg

Verfolgt vom Verletzungspech mussten die Rocketsdamen am vergangenen Sonntag zur Heimpremiere gegen die Herrenberg Wanderers antreten. Dass Sina Wirth (Kreuzband) und Katja Sliva (Schienbein) die komplette Saison ausfallen ist schon schlimm genug, jedoch musste auch Petra Schwerdt für diese Partie krankheitsbedingt absagen. "Das hat mich so geärgert, aber es ging einfach ich." Dies hatte zur Folge, dass die beiden Trainer Sliva und Wirth sich vor dem Spiel neue Gedanken über die Aufstellung machen mussten. Somit gab es teils völlig neue Positionen, auf denen sich die Spielerinnen fanden. "Mein damit verfolgtes Ziel war das Ausprobieren einzelner Spielerinnen auf neuen Positionen, um möglichste viele Eindrücke sammeln zu können", erklärte Sliva ihr Vorgehen.

Christina Vierheller, obwohl sie mit Armproblemen zu kämpfen hatte, startete die erste Partie im Circle der Darmstädter. Laura Bäßler übernahm für die Gäste. Dieser war es auch vorbehalten im zweiten Spielabschnitt den ersten Punkt, mit Hilfe eines Walks und Error, der Begegnung zu machen. Ein weiterer folgte durch Leadoff Kassandra König im dritten Inning. Darmstadt hingegen fand bis dahin, und das hielt bis Ende der Partie an, kein Mittel gegen die gut werfende Herrenberger-Pitcherin. "Das kann nicht sein, dass wir gute Bälle durchlassen und wenn getroffen wurde, keine satten Kontakte dabei herauskamen", musste Sliva ihr Team kritisieren, "daran müssen wir in den kommenden Wochen arbeiten." Die vierte Offensive der Baden-Württembergerinnen war durch einige Fehler der Darmstädter Defense geprägt, woraufhin gleich vier Läuferinnen sicher die Bases umrunden konnten. Zwei Hits, daraus resultierte ein Run für die Wanderers, sowie ein erfolgloser Nachschlag der Raketen, sorgte für das vorzeitige Ende. Endstand: 7:0 für Herrenberg.

Die zweite Begegnung begann Neuzugang Beate Utzig als Werferin für Darmstadt. Für die Wanderers startete Ann-Christin Weith. Die Darmstädterin hatte gleich zu Beginn mit Kontrollproblemen zu kämpfen und musste einigen gegnerischen Schlagfrauen per Walk das erste Base gewähren. "Das erste Mal in der Bundesliga pitchen und dann auch noch vor so vielen Leuten, da kann man schonmal nervös werden und nicht so die Kontrolle haben", stellte Sina Wirth, selbst Bundesliga Pitcherin, fest, "aber das kommt mit der Routine." Einen kleinen Lichtblick gab es für die Hessen im ersten Angriff. Lisanne Löbig brachte sich per Bunt auf eins. Durch einen Wild Pitch und einem folgenden Double von Nadja Wirth konnte der erste Run erlaufen werden. Wirth folgte ihr durch einen Überwurf der Herrenberger Defense. Nachdem sich die Wanderers bis Ende des zweiten Innings eine komfortable Führung aufgebaut hatten, wechselte Sliva Nadja Wirth als Werferin ein. Sie machte ihre Aufgabe gut , jedoch hatte auch sie Anfang des vierten Innings Probleme und Vierheller übernahm nochmal. Zwar machte Darmstadt im dritten Inning nochmal zwei Runs, jedoch konnte sich Herrenberg so deutlich absetzen, dass auch diese Partie vorzeitig an die Gäste ging. Endstand: 4:26 für die Wanderers.

Die neuen Trainer Katja Sliva und Sina Wirth konnten sich im Laufe der Partie ein Bild der
Mannschaft machen. "Vor allem offensiv müssen wir was tun. Kein Hit im ersten und lediglich vier im zweiten sind einfach zu wenig um zu punkten. Defensiv gab es einige Fehler in wichtigen Situationen, die vermieden werden müssen. Jedoch sind wir optimistisch gestimmt, dass wir das mit einem kontinuierlichen Training auf jeden Fall ändern können. Die Mädels haben die letzten beiden Jahre auch gezeigt, dass sie durchaus in der Lage sind mitzuhalten.", da waren sich beide einig. Die Pitchingausbildung wird fortan Sina Wirth übernehmen, um ihnen für die kommenden Spiele Sicherheit und Selbstvertrauen zu vermitteln.

Am kommenden Samstag reisen die Damen zu den Grizzlies nach Freising.