Darmstadt verliert deutlich gegen Karlsruhe

Am vergangenen Donnerstag spielten die Darmstadt Rockets auf heimischem Boden gegen die Karlsruhe Cougars.

Kurz vor Beginn des Spiels erreichte die Rockets-Trainerin die Nachricht, dass Christina Vierheller erkrankt sei. Somit war neben Sina Wirth (Kreuzbandriss), Katja Jockel (Mittelhandknochenbruch), Nele Plagemann (Sehnenscheidenentzündung und Blinddarm-OP), Sonja Moskwa (Oberschenkelzerrung), Katja Sliva (Kniebruch), Christina Hunger (gebrochenes Sprunggelenk) und Jana Sonntag (Schwangerschaft) fast ein gesamtes zweites „Verletzen“-Team komplett. Doch auch von diesem Ausfall wollten sich die Rockets-Mädels nicht entmutigen lassen und gingen froh gestimmt ins Spiel.

In Spiel 1 standen Petra Schwerdt für Darmstadt und Steffi Sachers für Karlsruhe im Circle. Karlsruhe fand gut ins Spiel und erzielte gleich im ersten Inning 4 Punkte. Die ersten drei Schlagfrauen der Darmstädter hingegen fanden kein Mittel gegen Sachers. Erst im zweiten Inning keimte Hoffnung bei den Rockets auf, es gelang ihnen drei Punkte gegen Karlsruhe zu erlaufen, unterstützt durch Kontrollprobleme der Karlsruher Pitcherin. Angespornt durch die in diesem Pech-Jahr der Rockets-Ladies leider sehr seltene Situation hielten sie Karlsruhe in der Defense kurz, sodass den Gegnern in jedem Inning jeweils nur 1 Punkt gelang. Die Rockets hingegen konnten im 3. Inning nachlegen und – wieder dank Karlsruher Defense – weitere 3 Punkte ihrem Konto gutschreiben. Somit stand es am Ende des 3. Innings 5 zu 6. So nah waren die Raketen dieses Jahr noch nie an einen Gleichstand oder sogar Sieg drangekommen. Doch leider war es ab diesem Highlight vorbei mit der Offensiv-Power, währenddessen Karlsruhe fröhlich weiterpunktete. Auch ein Pitcherwechsel zu Nadja Wirth auf Darmstädter Seite im 5. Inning konnte die schlagfreudigen Karlsruher nicht stoppen. Am Ende des 5. Innings ging Karlsruhe mit 10 Punkten Vorsprung (5:15) als verdienter Sieger vom Platz. Insgesamt 9 „Left on Base“ zeugen von einer viel zu schwachen und zu wenig gleichmäßigen Offense der Rockets. Bei Karlsruhe überzeugten: Dunsmore (4 von 5), Sachers (3 von 4) und Kirsten (4 von 4 mit 2 Triples).

Das zweite Spiel ist schnell erzählt. Schwerdt gegen Dunsmore hieß das Duell-Paar im Circle. Dunsmore ist der kanadische Neuzugang der Cougars, der in diesem Spiel seinen Einstand gab. Während Karlsruhe in drei Innings 9 Hits schlug, 15 Punkte erzielte und Darmstadt mit 9 Errors nachhalf, konnte die Raketen-Offensive lediglich zwei Hits gegen die stark pitchende Dana Dunsmore erzielen. Nadja Wirth gelang im 3. Inning ein schönes Triple mit einem Slap-Bunt, und Rebekka Schmidt gelang mit einem Single im 4. Inning auf Base. Leider reichten die Offensivbemühungen nicht aus, die „Schäfchen auch ins Trockene“ zu bringen und die Rockets unterlagen auch in diesem Spiel mit insgesamt 5 LOB´s den Cougars 0:18.

Die ungenügende Schlagleistung zieht sich wie ein dunkelroter Faden durch die Saison 2009 der Rockets-Ladies. Trotz fleißigem Training und einem spontan einberufenem Motivationscoaching vor dem Spiel schaffen die Mädels es nicht, an Ihre Leistungen aus den vergangenen Jahren anzuknüpfen. „Dieses Jahr ist einfach der „Mental-Wurm“ drin“, klagt Trainerin Katja Sliva. „Da kann man sich die Seele aus dem Leib trainieren, wenn die Mädels nicht an sich glauben, dann können sie ihr Können auch nicht abrufen.“ Doch die Rockets-Damen sind weiterhin froh gestimmt und kämpfen sich weiterhin durch die Saison. Gleich am Samstag steht mit den Freising Grizzlies ein harter Gegner auf dem Programm. Ziel ist es, den Grizzlies das Leben schwer zu machen und sich von seiner betsen Seite zu präsentieren.