Nicht auf gleicher Augenhöhe

Doppelte Niederlage gegen Mainz

Am Sonntag empfing die zweite Garde der Rockets die Athletics aus Mainz. In der Verbandsliga konnten die Rheinland Pfälzerinnen bisher die meisten Siege einfahren und liegen lediglich aufgrund des Sieg-Niederlagen-Verhältnisses auf Platz 3.


Das Team war sich der schweren Aufgabe bewusst. Leider gelang es den Damen nicht, die Leistung aufzubringen, die sie zuletzt gegen Bad Kreuznach und Bad Homburg gezeigt haben.

Im ersten Spiel begann Tanja Herrmann im Circle für Darmstadt, Siska Adams für Mainz. Die Gäste erwischten einen guten Start und konnten gleich in den ersten beiden Innings sieben Zähler auf das Scoreboard bringen. Diesen hatten die Raketen zwei Runs durch Jacqueline Krepper und Tanja Herrmann, die auf einen Single von Anke Schachtsiek scoren konnten, entgegenzusetzen. Nachdem Nadja Wirth im dritten Druchgang für die schwächelnde Herrmann die Werferposition übernahm, konnte die Mainzer-Offensive kurzzeitig gestoppt werden. Leider gelang es Darmstadt dabei nicht, im Angriff selbst die Keulen schwingen zu lassen um so den Punktestand zu verkürzen. Im vierten und fünften Spielabschnitt gelang es den Athletics die Bälle konsequent ins Spiel zu bringen, wodurch die eigentlich sicher stehende Darmstädter Defensive ins Straucheln kam. Sechs Errors und einige RBI-Basehits in zwei Innings waren zu viel und die Gäste konnten einen ungefährdeten Sieg einfahren. Endstand: 20:2 für Mainz.

Die zweite Begegnung ist schnell zusammengefasst. Zwar konnten die Darmstädterinnen in den ersten beiden Spielabschnitten noch von Unsicherheiten der Mainzer-Starting-Pitcherin Nina Theis profitieren, doch nach zwei Innings war der Punkteregen für Darmstadt gestoppt. Die Rheinland-Pfälzerinnen hingegen bewiesen ein gutes Auge an der Platte und verwandelten Strikes in Hits, wodurch sie kontinuierlich ihre Läufer sicher über die Homeplate brachten. Auch diese Partie wurde aufgrund von Überlegenheit vorzeitig beendet. Erwähnenswert hier der Homerun von Nadja Wirth im zweiten Inning. Endstand: 24:6 für Mainz.

Für Darmstadt spielten: Saskia Steinmetz (CF, LF), Michelle MC Kenna (LF, P, 1B, C), Nadja Wirth (P, SS, 1B), Jessica Silis (3B, 1B, DP) Jacqueline Krepper (C, 3B), Tanja Herrmann (P, SS), Mareen Klausnitzer (2B), Ines Kreft (1B, 3B), Anke Schachtsiek (1B), Julia Rieger (RF), Ashley Thompson (C), Lisanne Löbig (CF), Coaches Stacye Toups & Lisanne Löbig

"Leider waren wir heute als Team nicht konzentriert bei der Sache. Im Feld sind einige Fehler passiert, was in den vergangenen Partien nicht der Fall war. Mainz war besser, aber durch weniger Unkonzentriertheiten wäre vielleicht mehr drin gewesen. Die Bälle wurden zwar getroffen, jedoch hat der nötige Druck gefehlt um die Schläge auch in Hits zu verwandeln. Die Mädels können das definitiv besser", stellte Stacye Toups, Assistant Coach am heuten Spieltag, fest. "Schön war, dass wir die Möglichkeit in diesem Spiel genutzt haben, einigen Mädels Spielpraxis auf neuen Positionen zu geben. Michelle Mc Kenna saß das erste Mal hinter der Platte, Ines Kreft stand am ersten und dritten Base und meisterte ihre Aufgabe gut. Auch dass die Mädels mit dem guten Pitching der Mainzer zurecht kamen. Leider wurden jedoch einige gute Kontakte direkt aus der Luft gefangen", zog Lisanne Löbig als positives Fazit aus dem Spiel.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Damen deutlich unter ihren Möglichkeiten gespielt haben. Andererseits sind solche Tage nicht ungewöhnlich und können passieren. Jedoch lassen sich die Damen davon nicht unterkriegen und bereiten sich nun in den nächsten Trainingseinheiten auf ein Auswärts-Doppelspielwochenende am 16. und 17. Juli vor. Zuerst geht die Reise nach Bad Homburg, gegen welche in der Hinrunde zwei deutliche Siege eingefahren werden konnten. Am Sonntag werden die Rockets in Mainz gastieren. Hier hofft man auf zwei bessere Spiele. In den nächsten Trainingseinheiten wird der Schwerpunkt weiterhin auf dem Pitching liegen, außerdem das Ausprobieren auf neuen Positionen und der Durchschlagskraft um für dieses Wochenende gut gewappnet zu sein.